Bürgerforum

Bürgerforum

Gästebuch

Gaestebuch

E-mail

E-mail an IGBU     Bürgerinitiative  Interessengemeinschaft Bürger und Umwelt
Die Angst  nehmen

http://www.bi-salut.de/Aktuelles.htm

„Die Angst um eine gefährliche Zukunft nehmen„
In dem Artikel werden unter anderem durch den zukünftigen Betreiber des HKW die großen Umweltorganisationen BUND und NABU einbezogen. Weder der Landesverband des BUND noch der NABU wurden diesbezüglich angesprochen. Vom Bundesverband des BUND wurde im Mai 2002 ein Positionspapier zur energetischen Nutzung von Altholz gemäß Biomasseverordnung von den Bundesarbeitskreisen für Energie und Immissionsschutz vorgelegt. Darin heißt es unter anderem, dass die energetische Verwertung von Altholz auch unter den Auflagen der Biomasse ökologisch nicht unbedenklich ist. Darum sollte eingefordert werden, dass sich Emissionsgrenzwerte und Reinigungstechnologien in allen Bereichen am Standort guter Müll- oder Sondermüllverbrennungsanlagen orientieren. Dabei sollte eine kontinuierliche Überwachung von zum Beispiel Dioxinen und Furanen durch entsprechend hochwertige Messgeräte erfolgen. In diesem Positionspapier des BUND gibt es zwar keine generelle Ablehnung für diese Altholzanlagen, da eine Deponierung ab 1. Juli 2005 nicht mehr erlaubt sein wird, doch sollte von Seiten der Kommunen ein Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, was auch die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig macht, angestrebt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass kein Mülltourismus entsteht. Sollte eine Anlage mit stark belastetem Altholz entstehen, sollten die Emissionswerte für Dioxine und Furane maximal 0,01 ng/cbm betragen. Kontrollen, Überwachung und Transparenz: Damit weder die Umwelt noch die Bevölkerung Schaden nimmt. Mit solch einer Altholz-Verbrennungsanlage wird der Umwelt nichts Gutes getan. Doch wenn sie schon gebaut werden soll, dann mit dem höchstmöglichen Standard. Markige Sprüche des Betreibers, auch wenn er alles zum Schutz seiner Mitbürger unternehmen will, sind Worte, die morgen vergessen sind. Wenn Herr G. es ehrlich meint mit seinen Mitbürgern, wird er von wirklich unabhängigen Instituten die Schadstoffbelastung, die bereits im gefährdeten Bereich der Papierfabrik besteht, feststellen lassen. Denn so ein Nachweis ist auch eine Beruhigung für die Bürger, die ihre Zukunft und die ihrer Kinder mit Recht besorgt betrachten. Herr Grünewald! In der BI, die sich durch Ihr Projekt gebildet hat, befinden sich Mütter und Väter, Großeltern und die machen sich Sorgen. Sie möchten ihre Kinder und Enkel und deren Freunde gesund heranwachsen sehen. Sicherlich sind solche Debatten und Gespräche die geführt wurden und werden, emotionsgeladen. Die oberste Pflicht aller Beteiligten ist es, den Menschen diese Angst um eine gefährdete Zukunft zu nehmen, ihre Sorgen ernst zu nehmen und nicht zu belächeln oder sich wegen des Widerstandes bockig zu zeigen.
Luise Pätzold Auf dem Webbel 1 34519 Diemelsee
„Altholz kann man essen„
Zum Artikel „Hofolpe muss mit mehr Verkehr leben„ erreichte uns folgender Leserbrief. Leserbriefe müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen, die sich zudem das Recht auf Kürzungen vorbehält.
Den letzten Leserbriefen der Befürworter des Heizkraftwerkes entnehme ich Schelte zu den Behauptungen der BI. Bei genanntem Artikel ging mir der Hut hoch. Gemäß meinen mathematischen Grundkenntnissen interpretiere ich die Aussagen im Artikel wie folgt: 1. Der zulässige Quecksilbergehalt von Altholz und Speisefisch ist gleich hoch. Das heißt: Altholz kann man essen! Rechnung: Ansatz: Hofolpe hat irgendwann eventuell, oder noch, 862 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2002). Grünewald verbrennt 97.000 Tonnen Altholz/Jahr, das heißt 97.000 Tonnen (365 Tage/ 862 Einwohner) = 0,3083 Tonne/Einwohner pro Tag. Der Belastungsvergleich (Quecksilber) bezieht sich somit auf einen Speisefischverbrauch von etwa 310 Kilogramm/ Tag und Einwohner. Den schaffe selbst ich in zehn Jahren nicht. Resümee: Zehn Jahre einer Belastung für kräftige Fischesser (zweimal wöchentlich) schafft das HKW in einem Tag. 2. Der Verkehr wird zunehmen. Lärm, Abgase, Verkehrsunsicherheit, Straßenschäden nehmen zu. Die TALärm lässt Überschreitungen der Verkehrslärmgrenzwerte zu, wenn der hinzukommende Verkehr durch ein Vorhaben geringer als 3 dB ist (etwa Verdoppelung der Lautstärke). Dies ist gemäß TÜVSchallimmissionsgutachten auf einer Seite in den ausliegenden Antragsunterlagen bewertet. Das heißt: Belastung = irrelevant! Der Folgeschritt wird die Verkehrslärmerhöhung durch An- und Abfuhr für eine potentielle zweite Papiermaschine. Schließlich wird die Anlagengröße dadurch begründet. Die zukünftige Verkehrslärmthematik wird auf häppchenweise höherem Niveau wieder irrelevant und so weiter... Herr Grünewald hat in seinen Unternehmenszielen etwa gleiche Schwerpunkte zwischen Ökonomie und Ökologie formuliert. Für mich liegen die Tatsachen klar auf einer Seite. Die Antragsunterlagen sind hier meist eindeutig auf Planung des Nötigsten ausgerichtet und bei Beachtung der örtlichen Gegebenheiten nicht o.k.!
Uwe Auerbach Marienweg 7 Kirchhundem

http://www.bi-salut.de/sauerlan.htm#„Resultat%20bei%20niedriger%20Verbrennung:%20Dioxine"
Heizkraftwerk: Summe und den Langzeiteffekt beachten
Jetzt nehmen Ärzte, Apotheker und Heilpraktiker zum brisanten Thema Stellung
Kirchhundem/Lennestadt.
(SK) Ärzte, Apotheker und Heilpraktiker aus Kirchhundem geben ihre Stellung zu Biomasse- Heizkraftwerken ab:
Biomasseheizkraftwerke dürfen Althölzer der Kategorie drei und vier verbrennen, wobei diese nur zu 51 Prozent aus Holz bestehen müssen, das heißt, PVC, Lacke, Beschichtungen und ähnliches werden mit verbrannt. Die dabei anfallenden Umweltgifte sind erst zu etwa zehn Prozent bekannt, dass bedeutet, die Betreiber können zu der Zusammensetzung und dem Verbleiben von rund 90 Prozent der Schadstoffe keine Aussage machen. Die weniger bekannten Umweltgifte bleiben zwar durch Filterung und so weiter unter den festgelegten Höchstwerten, aber folgende biologische Parameter werden außer Acht gelassen: 1. Der Summationseffekt, das heißt die Summe bekannter und unbekannter Giftstoffe wirken - jedes für sich - auf die biologischen Systeme und summieren sich in ihren Auswirkungen. 2. Der Kumulationseffekt, das heißt die Anreicherung der Giftstoffe im Organismus über Jahre und Jahrzehnte kann über den Langzeiteffekt zu gesundheitlichen Schäden führen, da diese zum großen Teil nicht abgebaut, sondern besonders im Fettgewebe abgelagert werden. Wir fassen mit Bedenken zusammen: Die Langzeiteffekte der Schadstoffemmissionen sind nicht bekannt. Aber die bisher bekannte Toxizität lässt eine Zunahme der allergischen Erkrankungen und Defizite im Immunsystem erwarten. Uns ist es unverständlich, wie unter Zeitdruck solche Umweltbelastungen installiert werden sollen, zumal ab Juli 2004 der Gesetzgeber diese Art von Heizkraftwerken nicht mehr für förderungswürdig hält.
Ärzte:
Dr. W. Schulte Oberhundem
Schulte, Suelmann, Vater Altenhundem;
Drs. Jung, Jung, Stickeler,
Munding, Altenhundem;
Dr. Hertin, Grevenbrück;
Dr. Kowartz, Oedingen;
Drs. Thöne, Schneider,Maumke
L. Schulte Nieland, M. Thöne, Dr. Albers, Dr.Denzer, Dr. Brockhaus, Altenhundem;
Dr. Jovanovic sowie Drs. Büscher, Roloff, Altenhundem;
Th. Heidrich, Würdinghausen;
Dr. Wolf, Saalhausen;
J. Henneke,Welschen Ennest;
Dr. Wilbrand, Grevenbrück;
Dr. Vente, Kirchhundem;
Dr.Dietz, Saalhausen.
Apotheken:
Alte Apotheke und Bahnhofsapotheke in Altenhundem;
Jakobus Apotheke, Elspe;
Barbara Apotheke, Meggen;
Lenne Apotheke, Saalhausen;
Apotheke am Schützenplatz und Johannis Apotheke in Grevenbrück sowie Agatha Apotheke, Maumke.
Heilpraktiker:
U. Japes, Kirchhundem und
Stephan Heimann Altenhundem.

„Etwas anderes als Holz kann der Kessel nicht verbrennen„
Zum Artikel „Heizkraftwerk: Summe und den Langzeitef- fekt beachten„ erreichte uns folgender Leserbrief. Leser- briefe müssen nicht der Meinung der Redaktion ent- sprechen, die sich zudem das Recht auf Kürzungen vorbehält.
„Lauter und gewissenhaft werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren„, schwören die Mediziner beim Eid des Hippokrates. Niemand unterstellt unseren Ärzten, Apothekern und Heilpraktikern etwas anderes. Aber als dieser Eid 400 v. Chr. entstand, hat auch Hippokra tes noch nicht an die Gewissenhaftigkeit bei öffentlichen Stellungnahmen denken können. Wissenschaftlich ausgebildeten, verantwortlich Handelnden und mit hohem Vertrauensbonus ausgestatteten Mitbürgern ist es allerdings zuzumuten, dass sie sich vor öffentlichen Stellungnahmen genau und umfassend informieren. Sie sollten ihr Urteil nicht auf Vermutungen oder Unterstellungen begründen. Tatsache ist und bleibt: Im Heizkraftwerk Südsauerland, das in Hofolpe entstehen wird, heißt der einzige Brennstoff Holz. Die immer und immer wieder von der Bürgerinitiative und jetzt auch von dritter Seite wiederholte Unterstellung, der Brennstoff bestehe nur zu 51 Prozent aus Altholz wird durch häufigere Wiederholung nicht richtiger. Die Bürgerinnen und Bürger merken ohnehin mehr und mehr, mit welcher Argumentationsakrobatik gearbeitet wird. Das läuft etwa so: Wieder und wieder wird etwas unterstellt, vermutet, für denkbar oder möglich gehalten. Und dies geschieht selbst dann, wenn die Fakten schon doppelt und dreifach geklärt, der Vorwurf mehrfach zurückgewiesen und sich die Annahme als gänzlich falsch erwiesen hat. Die Unterstellung oder Vermutung wird in ihrer schlimmsten denkbaren Form ausgeschmückt. So erzeugt man Ängste. Die Betreiber werden trotzdem sachlich bleiben. Und genau deshalb muss noch einmal eindeutig und unmissverständlich festgestellt werden: Es wird nur Altholz verbrannt. Außer Holzhackschnitzeln kommt nichts in den Ofen. Und noch deutlicher: Anderes Material als Holz kann der Kessel gar nicht verbrennen. Ein mehrstufiges Qualitätsmanagement überwacht diese Vorgaben. Und auch dieses gehört der Vollständigkeit halber hinzugefügt: Wir befinden uns in einem Rechtsstaat. Alles, was hier gebaut und in Betrieb genommen wird, findet im Rahmen sorgfältig erarbeiteter Gesetze und Bestimmungen statt und unterliegt strengster staatlicher Kontrolle. Das sind die Fakten.
Gerhardt Schmidt Sprecher Heizkraftwerk Südsauerland GmbH Kirchhundem
SPD-Fraktion Kaltenkirchen spricht sich gegen das Biomassekraftwerk aus Fehler! Kein gültiger Dateiname. Fehler! Kein gültiger Dateiname.
Veröffentlicht am 26.06.2003, 20:51 UhrDie SPD-Fraktion Kaltenkirchen hat sich auf einer Sitzung nach dem Informationsabend mit großer Mehrheit gegen die Änderung des Bebauungsplanes Moorkaten und damit gegen den Bau eines Biomassekraftwerkes ausgesprochen. Sie folgte bei Ihrer Entscheidung dem Grundsatz, dass bei einem solchen Vorhaben wie dem Bau eines Kraftwerkes nicht die Gegner zu beweisen haben, dass Gefährdungen davon ausgehen, sondern dass vielmehr der Investor in der Pflicht ist, alle Zweifel auszuräumen. Nachdem die SPD-Fraktion mehrfach auf noch zu klärende Fragen hingewiesen und deren zufriedenstellende Beantwortung gefordert hatte – zuletzt durch eine schriftliche Anfrage zur Bürgeranhörung – bleiben trotzdem noch in unterschiedlichen Bereichen Zweifel / Bedenken übrig: - zum einen ist das Gebiet Moorkaten nur historisch begründet zu einem Industriegebiet geworden. Die Aufstellung eines B-Planes erfolgt, um eine unbegrenzte Ausuferung des jetzigen Gebietes zu verhindern. Würde jetzt die im B-Plan festgelegte Höhe dermaßen geändert, würde bei weiteren wesentlichen Änderungen ( z.B. dem Bau eines Müllverbrennungswerkes ) keine Chance mehr für die Stadtvertretung bestehen, hier ein Wörtchen mitzureden - auch in der SPD-Fraktion bestehen Zweifel dahingehend, dass sich die Lebensqualität in Kaltenkirchen verschlechtern könnte. Unsere Stadt macht sich als „Stadt im Grünen„ allmählich einen Namen und ist mit den anderen Standorten von Biomassekraftwerken schon deshalb nicht vergleichbar, weil wir eben nicht schon jahrzehntelang Kraftwerksstandort sind - der ökologische Nutzen scheint nicht ersichtlich, wenn keine Kraft-Wärme-Kopplung vorliegt. Durch die abgegebene Abwärme besteht die Gefahr, dass das örtliche Kleinklima erheblich beeinträchtigt wird. Zudem wird hierdurch das eigentliche Ziel des EEG, der globalen Klimaerwärmung entgegenzuwirken, ins Gegenteil verkehrt - entgegen den Aussagen des Investors haben Untersuchungen des Institutes für Energetik & Umwelt GmbH in Leipzig ( welche die Auswirkungen der Biomasse V für das Bundesumweltamt beobachten ) sowie der Niedersächsischen Energie-Agentur gezeigt, dass von den 8 Millionen Tonnen Holz, die theoretisch bestehen, nur 3,5 Millionen Tonnen tatsächlich wirtschaftlich nutzbar sind. Geht man von dieser Aussage aus, so ist es wahrscheinlich, dass bereits die jetzt im Bau befindlichen Werke mehr als ausreichend sind. - es bestehen erhebliche Zweifel, ob PCB-belastete Hölzer tatsächlich aussortiert werden können. Die Aussage, es werde hier keine chemische Untersuchung durchgeführt, sondern nur eine „Überprüfung per Augenschein„, vermag wahrlich nicht zu überzeugen - Ob die Emissionen, die unterhalb der Grenzwerte liegen, nun gesundheitsgefährdend sind oder nicht, können die Mitglieder der SPD-Fraktion nicht beurteilen, denn auch wir sind in diesem Gebiet Laien. Es wurde jedoch keine überzeugende Argumentation von Seiten des Investors vorgetragen, der diese in unserer Fraktion vorherrschenden Zweifel beseitigt hätte. Sowohl im Bauausschuss als auch in der Stadtvertretung werden deshalb die SPD-Vertreter gegen eine Änderung und damit gegen den Bau des Biomassekraftwerkes stimmen. Homepage: SPD-Kaltenkirchen