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Werne, den 23. August 2002 Müllverbrennung stinkt den Nachbarn Front gegen den
Einsatz von Ersatzbrennstoffen machen Bürger aus Bockum-Hövel,
die schon im Anhörungsverfahren Einwände geltend gemacht haben, darunter der
Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion im benachbarten Hammer Ortsteil, Oswald
Schumacher. Die Eingabe
Schumachers und seiner drei Mitstreiter richtet sich vor allem dagegen, dass
die Bezirksregierung unter Verweis auf entsprechende Rechtsvorschriften im
Verfahren auf eine Umwelt-Verträglichkeits-Prüfung verzichtet hat. Sie halten
außerdem den genehmigten jährlichen Ausstoß von hochgiftigem Quecksilber und
Stoffen wie Arsen, Kupfer, Mangan für eine unvertretbare Belastung der
Umwelt. Zumal die hiesige Region schon mit Anlagen wie den Kraftwerken in Uentrop und Heil, dem Chemiewerk Schering, Rethmann, der
Müllverbrennungsanlage und dem Hammer Krematorium und erheblich belastet sei.
Zufrieden geben sich
dagegen die Kritiker des Projektes aus dem Kreis Unna. Friedrich Ostendorff, Vorsitzender der Grünen im Kreistag mit
besten Kontakten zum NRW-Umweltministerium, mag nicht klagen. Die Forderungen
seiner Partei seien bei der Genehmigung weitestgehend berücksichtigt worden.
Die Grünen hatten darauf gedrängt, bei der Genehmigung die strengeren
Umweltvorschriften für Müllverbrennungsanlagen anzuwenden und nicht die für
Kraftwerksfeuerungen. Wie berichtet, hatte
sich das Umweltministerium als oberste Instanz in das Verfahren bei der
Bezirksregierung eingeschaltet. Die Genehmigung wurde nach einigen
Verzögerungen kürzlich unter zusätzlichen Auflagen erteilt. Der RP verordnete
der RWE unter anderem eine permanente Fernüberwachung maßgeblicher Abgaswerte
durch das Staatliche Umweltamt. Auch der Quecksilberausstoß, ein besonders
kritischer Punkt, muss ständig gemessen werden. Die Bockum-Höveler haben außerdem mit dem Thema
Anlieferverkehr noch nicht abgeschlossen. Bezirksvorsteher Bachtrop will jetzt im Rat der Stadt Hamm klären lassen,
wie Hamm Einfluss auf die Umweltprüfung aber auch eine stärkere Begrenzung
des Lkw-Verkehrs nehmen kann. Pressekontakt: Stadt
Werne, Stadt Werne, Pressesprecher Jochen Höinghaus,
Tel.: 02389 / 71-318, Fax: 02389/71-323, Konrad-Adenauer-Platz 1, 59368
Werne, E-Mail: j.hoeinghaus@werne.de, www.werne.de |
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