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Bergkamen | |
Vorsitzende Müller-Hinz rätselt noch
immer über den Hintergrund
Bergkamen | „Ich bin“, sagt Grüne/GAL-Fraktionsvorsitzende Regina Müller-Hinz, „stinkend sauer gewesen“. Und obgleich die Ursache dafür inzwischen über einen Monat zurückliegt räumte sie ein, dass der Ärger noch immer nicht verraucht ist.
Von Rainer V. Larm-Halbach
Und natürlich würde sie gern wissen, „was da hinter den Kulissen gelaufen ist“ - und warum man die Alternativen im Rat so plötzlich und unerwartet im Regen stehen lassen habe. Dabei sei alles bestens vorbereitet gewesen für jene Ratssitzung am Donnerstag, 8. Juli, in der der Antrag der Grünen/GAL-Fraktion zur Korruptions-Prävention einstimmig abgesegnet werden sollte. Fünf Wochen Vorlauf hatte es gegeben, Informationsveranstaltungen waren von den Grünen allen Fraktionen angeboten - und zum größten Teil auch von ihnen genutzt - worden. Klar war danach, dass die Stadt Bergkamen Mitglied werden sollte in der „Organisation Transparency Deutschland“ - einer Gruppierung, die sich der Prävention und Bekämpfung von Korruption zur Aufgabe gemacht hat. Doch obgleich alle anderen Fraktionen im Vorfeld signalisierten, diesen Antrag mitzutragen - in just jener Ratssitzung sagten die beiden großen Fraktionen dann ein klares Nein: Regina Müller-Hinz war fassungslos. Und ist es im Grunde ob dieses für sie nicht nachvollziehbaren Umschwenks noch immer. „Dieser Antrag“, sagt sie heute, „ist für uns völlig überraschend gescheitert!“ Und damit es seinerzeit nicht zu einer eher peinlichen Abstimmung in der letzten Ratssitzung dieser Legislaturperiode kam, zog Müller-Hinz den Grünen-Antrag zurück. Denn: „Ich finde nach wie vor: So etwas kann man nur einstimmig machen. Selbst wenn nur eine Fraktion gesagt hätte, wir machen das nicht, hätte ich das nicht gut gefunden!“ Natürlich bleibe die Korruptions-Prävention für die Grünen ein Thema, machte die scheidende Fraktionschefin deutlich, die in der nächsten Legislaturperiode ins zweite Glied zurücktreten wird. „Ich weiß nicht, wie sich die anderen dazu stellen. Ob wir das noch einmal in den dann neuen Rat einbringen, müssen wir uns überlegen. Ich kann nur sagen: Das hatten wir so nicht erwartet, das war auch nicht zu erwarten - wir waren der Meinung, das geht einstimmig durch!“ |