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Alles Bio oder was?
Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Bürger und Umwelt, gegen das “Biomassekraftwerk„ in Bergkamen
Warum sind wir dagegen? Ist doch alles Bio oder?
Informationen zum Biomassekraftwerk auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Monopol:
Es darf in unmittelbarer Nähe von Schulen und Wohngebieten folgendes Material verbrannt werden:
Hölzer der Klassen A III bis A IV, Bahnschwellen, Telegrafenmasten, Holz aus Sperrmüllfraktionen, Industrieböden, Holz von abgewrackten Schiffen und Waggons die mit allen erdenklichen Pestiziden und Chemikalien getränkt sind! Lt. Verordnung also besonders überwachungsbedürftige Abfälle! =SONDERMÜLL
Verbrennung der oben genannten belasteten Hölzer (besonders überwachungsbedürftige Abfälle) ohne Mengenbegrenzung und mit einer Temperatur von nur 750°C, die in einer Ausnahmegenehmigung von der Bez.- Reg. zugelassen wurde. Nach der 17.BImSchV ist eine Verbrennungstemperatur von 850°C vorgeschrieben. MVA`s verbrennen solchen Abfall in der Regel mit ca. 1100°C und anderer Filtertechnologie!
Hierbei dürfen folgende krebserregende und umweltbelastende Stoffe verbrannt werden:
Nur einige Beispiele!
PCB – PCT bis 50 mg/ kg, entspricht bei möglichen 160.000 Tonnen pro Jahr 800 Kg verbranntes PCB-PCT! Kupfer 1200 mg / kg! Quecksilber 1 mg/kg! Arsen 40 mg/kg! Blei 800 mg/kg!
Das diese Stoffe hochgiftig sind ist wohl jedem bekannt. Das ist keine Biomasse, schon gar nicht bei dieser Menge an Schadstoffen. auch wenn es unter dem gesetzlichen und subventionierten Deckmantel so deklariert wird!
Bei der Lage des BMHKW, einer Schornsteinhöhe von 55m wird der Bevölkerung das Atmen schwer fallen. Um 160.000 t Material anzuliefern, werden weit über 10.000 zusätzliche Lastkraftwagen über Bergkamens Straßen fahren, da das Holzkontor seinen Umsatz nicht alleine durch das HEC Biomassekraftwerk bestreiten wird, sondern die jetzige Produktion des Materials steigern muss. Wo werden die Rückstände entsorgt? Vielleicht wieder Untertage?
Die Kontrolle des angelieferten Materials und die Analysen der Schadstoffe erfolgt durch von dem Betrieb eingesetzten Eigenüberwachern………… wer kontrolliert hinterher die geschredderten Holzstücke? Stimmen die Lieferpapiere? Was ist mit Lieferungen aus Übersee?
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? In einigen Fällen, die in diesen Seiten zu finden sind, können Sie sich ein eigenes Bild machen.
Auszug von möglichen Emissionen bei maximaler Leistung der genannten Betriebe:
SO2 Belastung durch (nur 5 von 50 Emittenten im Kreis Unna ausgewählt) STEAG VEW Bergkamen-Heil 3.274.921 Kg Auswurf pro Jahr, VEW - Harpen Werne 1.788.079 Kg/Jahr Hüttenwerke Kaiser Lünen (Windrichtung vorwiegend West) 701.277 Kg/Jahr Schering (nur Kraftwerk) 192.502 Kg/Jahr macht zusammen 7.677.979.Kg /Jahr SO2 Auswurf!
Das Umweltverträglichkeitsgutachten wird bezweifelt, da die umliegenden Emittenten nicht objektiv berücksichtigt wurden. Als Messstation wurde Lünen Niederaden als Messpunkt verwendet! Hat nichts mit Bergkamen zu tun. Die zweite Messstation ist in Werne, die dritte in Unna. Wie bitte sehr sollen die Emissionen so korrekt ausgewertet werden! Im übrigen laufen die umweltfreundlichen Gasblöcke der VEW-Harpen in Werne nur selten mit.
Das alles ist in jedem Falle nicht gesundheitsfördernd!
So wie es von manchen Medien dargestellt wird wohnen wir in einem reinen Luftkurort.
Nach Recherchen bei verschiedenen Instituten und dem LUA wird der Brennstoff Altholz in den nächsten Jahren zur Mangelware, und somit zum Nachfrageartikelwas den Einkaufspreis drastisch erhöhen wird. Was dann? Eine Umstellung zur reinen Sondermüllverbrennungsanlage kann ohne grossen Aufwand geschehen. Denn damit lässt sich Geld verdienen. Kostet doch jetzt schon eine Tonne belastetes Altholz dem Verursacher 50 -160 €. Die Betreiber mit ihren (Bio) Müllverbrennungsanlage(n) können dank unserer Politiker und deren Gesetzen super abrechnen.
Subventionierung + Sondermüllbezahlung + teuerer Ökostrom = Supergewinn!!!! Klasse !!! Pseudokrupp + Krebs + Atemwegserkrankungen = mehr Todesfälle = weniger Rentenzahlung.
Gesundheitsschutz fängt beim Umweltschutz an! Deshalb keine zusätzliche Verbrennungsanlage in Bergkamen!
Mit dem Kraftwerk Heil, unseren Chemiebetrieben und Gersteinwerk Stockum mit Sonder- Tiermehlverbrennungsanlage, Müllverbrennung Hamm, Kupferhütte Lünen, das geplante Biomassekraftwerk in Lünen und den anderen Emittenten ist die Belastungsgrenze jetzt schon erreicht.
Das neue BMHKW ist ökologisch sowie ökonomisch überflüssig!”
Bei dem Erörterungstermin der Harpen AG wurde die Frage nach ausstoßendem PCB- PCT- Dioxin und Furan überspielt, bzw. verneint. Der Genehmigungsbescheid sagt da allerdings etwas ganz anderes aus.
Bei diesem Termin waren auch Vertreter der Stadt Bergkamen anwesend.
Interessant fand unser Bürgermeister dieses Thema wohl nicht, da er sich nach kurzer Zeit aus Termingründen verabschiedet hat. Im Lokalsender Antenne Unna (auch hier ist die Stadt Bergkamen beteiligt) am Freitag, 16.01.2004 spielte er das Thema Schadstoffe lapidar runter. Aus dem Schlot - Schornstein des Biomassekraftwerks kommende Emissionen sind nicht gefährlicher als eine Bratwurst!
Na denn, Mahlzeit..
IIm Übrigen, was passiert eigendlich mit der Wärmekopplung? Wird das bestehende Blockheizkraftwerk neben dem Hagebaumarkt jetzt abgerissen? Wird das Kraftwerk Heil, welches Fernwärmelieferant für Bergkamen ist abgestellt? Nein! Somit ist die Fernwärmeabnahme nur ein Vorwand, dieses Kraftwerk mehr genehmigungsbedürftig erscheinen zu lassen! Selbst wenn Fernwärme abgenommen würde, stellt sich die Frage was dann mit dem KW Heil passiert.
Wohin geht eigentlich der Strom des Biomassekraftwerks? Die umliegenden Kraftwerke fahren nie 100% Leistung! Und Sondermüll wie belastetes Altholz würde von Verbrennungsanlagen die für diese Art Abfall bestens ausgerüstet sind, sofort abgenommen werden Diese Anlagen sind auch nicht ausgelastet.
Dieses Kraftwerk – (Müllverbrennung) hilft niemandem außer den Betreibern. Die angegebenen 15 Arbeitsplätze kommen wahrscheinlich noch nicht einmal aus der Bergkamener Bevölkerung.
Unsere Politiker sollten sich ein Beispiel an anderen Kommunen und Städten nehmen Da werden Zechenbrachen saniert und Betriebe angesiedelt die das 10 und x-fache an Arbeits- und Ausbildungsplätzen bringen! Aber in Bergkamen wird die Meinung vertreten “lieber die stark belasteten Hölzer hier bei uns kontrolliert zu verbrennen, als im Ausland unkontrolliert”! Wie selbstlos man doch eine Mehrbelastung für die eigene Bevölkerung akzeptiert!
Politiker, die so handeln und reagieren, keine Rücksicht auf die Gesundheit und Meinung der Bevölkerung nehmen, sich durch Aussagen der Industrie blenden lassen, sollten besser auf die Bürger hören! Denn deren Interessen müssen sie vertreten!
Atemwegserkrankungen wie Asthma, Hautkrankheiten und Neurodermitis sind bei Kindern und älteren Bürgern angestiegen.
Wir jedenfalls, werden das nicht so einfach hinnehmen. Denn wir leben (davon einige schon viele Generationen) in dieser Stadt und wollen das auch weiterhin.
Wenn man alle Faktoren zusammenzählt, Emissionen aus bestehenden Anlagen, Emissionen des neuen BMHKW, Emissionen des bereits starken Straßenverkehrs plus zusätzliche Emissionen aus Anliefer- und Entsorgungsverkehr, dann kann sehr wohl von einer Potenzierung der Schadstoffe gesprochen werden!
Schliessen Sie sich uns an. Im Interesse der Kinder, des Lebensraumes, der Lebensqualität in unserer Heimatstadt.
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Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Bürger und Umwelt, gegen zusätzliche Müllverbrennung (Biomassekraftwerk) in Bergkamen
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